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Bessungen

 

Bessungen ist ein Stadtteil im Süden der Stadt Darmstadt in Hessen. Bis 1888 war Bessungen eine eigenständige Gemeinde. Der Ruf als „ältester Teil Darmstadts“ geht auf Bessungens Ersterwähnung im Jahr 1002 zurück.

Dies gilt aber nur für den „Kernbereich Darmstadts“, da der im 20. Jahrhundert eingemeindete Vorort Darmstadt-Eberstadt bereits früher erwähnt wurde.
Tatsächlich gegründet wurde Bessungen wohl im 5. Jahrhundert von den Alamannen.

Heute ist Bessungen beliebtes Wohnviertel mit gemischter sozialer Struktur. Die Einwohnerentwicklung ist entsprechend relativ stabil mit zuletzt jedoch leicht negativer Tendenz.

Wesentliche Straßen für den Kraftfahrzeugverkehr sind die Heinrichstraße, die Heidelberger Straße, die Landskronstraße, Klappacher Straße und die Nieder-Ramstädter Straße.

Sieben im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung verlaufende Straßenbahnlinien verbinden Bessungen mit dem Rest von Darmstadt: Im Westen die Linien 1, 6, 7, 8; mittig die Linie 3 und im Osten die Linien 2 und 9. Am Böllenfalltor befindet sich auch der Betriebshof für die Busse und Straßenbahnen der HEAG sowie ein kleinerer Regional-Omnibusbahnhof.

Orangerie

Die Orangerie in Darmstadt ist ein vom Architekten Louis Remy de la Fosse entworfenes Schlösschen, erbaut 1719 bis 1721. Es diente als Winterherberge für sardische oder sizilianische Orangenbäume der umliegenden Parkanlage. Erbaut wurde es als elfachsiges Gebäude mit einem nach Süden geöffneten, zweifach-geschossigen Saal, den eingeschossige Räume umgeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es nach der Zerstörung des städtischen Theaterbaus zeitweise als Ausweichquartier für das Landestheater Darmstadt.

Der sich anschließende Orangeriepark wurde vom kurpfälzischen Hofgärtner J. K. Ehret aus Heidelberg gestaltet. Die symmetrische barocke Anlage besteht aus dreifach gestuften Gartenparterres, breiten Achsen mit Fontänen und umrandenden Baumalleen. Den nördlichen Abschluss bildet das Sandsteintor des ehemaligen Marktpalais.
Das im Darmstädter Stadtteil Bessungen gelegene Orangeriegebäude wird heute für Konzerte und Tagungen genutzt. In einem Nebengebäude befindet sich ein Restaurant.